Baden-Württemberg ist nach Bayern das Bundesland mit den meisten Ölheizungen – rund ein Drittel aller Wohngebäude wird hier noch mit Heizöl beheizt. Mannheim selbst ist allerdings ein Sonderfall: Die Stadt hängt zu großen Teilen am Fernwärmenetz, die Ölheizungen sitzen vor allem im Umland und in den älteren Quartieren. Was eine Lieferung heute kostet, hängt von Ihrer Postleitzahl, der Menge und dem Tag ab. Der Rechner ist mit einer Mannheimer PLZ vorbelegt – tragen Sie Ihre eigene ein und Sie sehen sofort Ihren Tagespreis.
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Mannheim ist ein Sonderfall. Während Baden-Württemberg landesweit nur rund fünf Prozent seiner Gebäude über Fernwärme versorgt, hängen in Mannheim etwa 60 Prozent der Haushalte am Wärmenetz – ein für deutsche Großstädte außergewöhnlich hoher Wert. Gespeist wird es im Kern vom Großkraftwerk Mannheim (GKM), das rund 160.000 Haushalte mit Wärme beliefert. In einer Stadt mit so dichtem Netz ist die klassische Ölheizung im Keller deshalb seltener als im Landesschnitt.
Die Ölheizung sitzt dort, wo kein Wärmenetz hinreicht: in den freistehenden Häusern der Außenstadtteile und vor allem im ländlichen Umland. Im Rhein-Neckar-Kreis, im Kraichgau und Richtung Odenwald, wo Ein- und Zweifamilienhäuser dominieren und die Bebauung locker ist, lohnt sich ein Wärmenetz wirtschaftlich kaum – hier bleibt Öl für viele Eigentümer die naheliegende Lösung. Genau dort liegen oft auch die größeren Tanks und die höheren Jahresverbräuche, bei denen sich der Blick auf den Literpreis am stärksten auszahlt.
Wenige Regionen sind so dicht mit Mineralöl versorgt wie der Oberrhein. Rund 60 Kilometer südlich von Mannheim liegt in Karlsruhe die MiRO – Mineraloelraffinerie Oberrhein, die größte Raffinerie Deutschlands. Sie verarbeitet jährlich etwa 15 Millionen Tonnen Rohöl und versorgt nach eigenen Angaben rund zehn Millionen Menschen im Südwesten mit Kraftstoffen und Heizöl – jeder dritte Liter in der Region stammt aus dieser Anlage. Dazu kommen die großen Tanklager und Umschlagplätze entlang des Rheins, über die Ware per Schiff, Pipeline und Tankwagen in die Fläche verteilt wird.
Kurze Bezugswege, ein dichtes Tanklagernetz und viele konkurrierende Händler im Ballungsraum Rhein-Neckar sorgen dafür, dass Heizöl rund um Mannheim meist zu wettbewerbsfähigen Preisen zu haben ist.
Hinzu kommt die Nähe zum Chemiestandort Ludwigshafen mit der BASF direkt gegenüber am Rhein: Die ganze Achse ist auf den Umschlag und die Verarbeitung von Mineralöl- und Chemieprodukten ausgelegt. Für Sie als Endkunde heißt das nicht automatisch den günstigsten Preis Deutschlands – aber eine stabile, gut erreichbare Versorgung, in der einzelne Händler selten lange teurer bleiben als die Konkurrenz nebenan.
Als grobe Faustregel gilt: Im Süden Deutschlands ist Heizöl oft ein paar Cent pro Liter teurer als an den großen Importhäfen im Norden. Für Mannheim greift diese Regel aber nur eingeschränkt. Der Oberrhein versorgt sich über die MiRO weitgehend selbst, und der Rhein als Wasserstraße hält die Logistikkosten niedrig. Im dicht besiedelten Ballungsraum mit vielen Anbietern ist der Markt so umkämpft, dass die Mannheimer Tagespreise selten stark vom bundesweiten Niveau abweichen.
Pauschale Aussagen helfen also wenig. Ob Heizöl heute teuer oder günstig ist, entscheidet sich nicht an Ihrem Wohnort allein, sondern am weltweiten Rohölpreis, am Euro-Dollar-Kurs und am Tag der Bestellung. Was in Mannheim zählt, ist der konkrete Tagespreis für Ihre Postleitzahl und Ihre Menge – und den sehen Sie oben im Rechner.
Mannheim gehört bundesweit zu den Vorreitern: Die Stadt will ab 2030 klimaneutral werden – zehn Jahre früher als Baden-Württemberg insgesamt, das dieses Ziel für 2040 anstrebt. Schlüssel dafür ist die Fernwärme. Der Energieversorger MVV will sein Mannheimer Wärmenetz bis 2030 vollständig auf grüne Quellen umstellen. Eine Großwärmepumpe am GKM gewinnt bereits Wärme aus dem Rheinwasser; eine deutlich größere Flusswärmepumpe ist in Planung und soll perspektivisch zehntausende Haushalte versorgen.
Für Sie als Ölheizungsbesitzer heißt das nüchtern: Heizen mit Öl bleibt erlaubt, und für viele Häuser – gerade im Umland ohne Netzanschluss – bleibt es auf absehbare Zeit die praktikable Lösung. Wo Mannheim die Fernwärme aber weiter verdichtet, kann ein Anschluss mittelfristig zur Alternative werden. Es lohnt sich, das bei einer größeren Investition in die Heizung mitzudenken – und bis dahin schlicht so günstig wie möglich zu tanken.
Wie sich der Heizölpreis grundsätzlich zusammensetzt, erklärt die Seite zum Heizölpreis; den Preis für andere Orte berechnen Sie über Heizölpreise in Ihrer Nähe.
Der Preis hängt von Menge und genauem Lieferort ab. Geben Sie Ihre Mannheimer Postleitzahl (Bereich 68131 bis 68309) und die gewünschte Menge in den Rechner ein, um den tagesaktuellen Preis pro 100 Liter und den Gesamtpreis inklusive Lieferung zu sehen.
Meist nicht spürbar. Zwar ist Heizöl im Süden tendenziell etwas teurer, doch der Oberrhein versorgt sich über die MiRO-Raffinerie in Karlsruhe weitgehend selbst, und der Rhein hält die Transportkosten niedrig. Im umkämpften Ballungsraum Rhein-Neckar liegen die Mannheimer Tagespreise daher selten weit vom bundesweiten Niveau entfernt.
Rund ein Drittel der Wohngebäude in Baden-Württemberg wird laut Zensus 2022 noch mit Öl beheizt – nach Bayern und dem Saarland der höchste Anteil bundesweit. In Mannheim selbst ist die Quote wegen des großen Fernwärmenetzes deutlich niedriger, im ländlichen Umland dagegen höher.
Überwiegend aus der MiRO in Karlsruhe, der größten Raffinerie Deutschlands, rund 60 Kilometer südlich von Mannheim. Sie versorgt nach eigenen Angaben etwa zehn Millionen Menschen im Südwesten mit Kraftstoffen und Heizöl. Verteilt wird über Tanklager und Umschlagplätze entlang des Rheins.
Heizen mit Öl bleibt erlaubt. Mannheim will ab 2030 klimaneutral werden und baut dafür vor allem die grüne Fernwärme aus. Wo ein Anschluss möglich wird, kann er mittelfristig eine Alternative sein – kurzfristig ändert das nichts daran, dass Sie Ihren Tank weiter zum Tagespreis befüllen können.
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